Schulen und Unternehmen im Dialog: Starker Austausch zur Fachkräftesicherung in der Region
Unter dem Titel „Schulen und Unternehmen im Dialog“ kamen am Dienstag (02.12.2025) Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Freien Schule Angermünde zusammen. Eingeladen hatten das Kompetenzzentrum für Soziales Unternehmertum Brandenburg, die Unternehmervereinigung Uckermark e.V., die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Brandenburg e.V. sowie die Freie Schule Angermünde als Gastgeberin. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellungsrunde präsentierte das Kompetenzzentrum seine Arbeit und ordnete die Begrifflichkeit des sozialen Unternehmertums ein. Dabei wurden die inhaltlichen Schnittmengen zwischen klassischem und sozialem Unternehmertum hervorgehoben.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Schulen und Unternehmen künftig enger zusammenarbeiten können und welche Rolle regionale Netzwerke bei der Entwicklung junger Fachkräfte spielen. Die Unternehmervereinigung stellte in einer ausführlichen Präsentation ihre Aktivitäten vor und machte deutlich, dass bereits ein großer Erfahrungsschatz in der Zusammenarbeit mit Schulen vorliegt. Unternehmer Siegmund Bäsler erläuterte den Mehrwert dieser Kooperationen aus Sicht der Wirtschaft und betonte, dass es darum geht, Kinder und Jugendliche wieder dafür zu gewinnen, ihre Zukunft in der Region und in einer Ausbildung zu sehen.
Die Freie Schule Angermünde stellte dar, welche konkreten Mehrwerte sie bisher aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen gezogen hat. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass Freie Schulen aufgrund ihres pädagogischen Profils über einen besonderen Gestaltungsspielraum verfügen. Sie setzen auf Qualität in der Bildung, arbeiten eng mit regionalen Partnern zusammen und können dadurch Kooperationen flexibel und zielgerichtet entwickeln.
Mehrere Beiträge machten deutlich, dass noch zu wenige Schulen über die Angebote der Unternehmen informiert sind und dass eine frühzeitige und klare Kommunikation dabei hilft, organisatorische Herausforderungen zu lösen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass auch eine engere Zusammenarbeit unmittelbar im Unterricht möglich ist und dass dies für beide Seiten eine klare Win-Win-Situation darstellen kann. Junge Menschen wieder für regionale Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten zu begeistern, ist ein zentrales Ziel, das Schulen und Wirtschaft gleichermaßen verfolgen. Die Leitungen und Lehrerschaften der Freien Schulen wurden ermutigt, neue Wege zu erproben und Kooperationen aktiv zu gestalten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Unterstützungsangebote künftig noch präziser formulieren und über ihre Möglichkeiten der Zusammenarbeit über die reine Berufsorientierung hinaus nachdenken wollen.
Die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Brandenburg e.V. ergänzte den Austausch um die strukturelle Sicht freier Schulen und zeigte auf, wie unternehmerische Denk- und Arbeitsweisen bereits heute in pädagogische Prozesse einfließen. Das Kompetenzzentrum stellte Praxisbeispiele erfolgreicher Kooperationen vor und verdeutlichte, welche Potenziale entstehen, wenn Schulen und Wirtschaft ihre Perspektiven verbinden.
Insgesamt wurde die Veranstaltung als sehr interessanter und konstruktiver Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit bewertet. Zahlreiche Kontakte wurden ausgetauscht und erste Überlegungen für Folgegespräche angestoßen. Die anwesenden Partner verständigten sich darauf, die Arbeit künftig weiter auszubauen und bestehende Formate zu erweitern. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler noch früher dabei zu unterstützen, realistische und attraktive berufliche Perspektiven in ihrer Heimatregion zu erkennen.
Die Veranstaltung setzte wichtige Impulse und verdeutlichte, wie groß der Wille ist, gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Die Fachkräfte von morgen benötigen bereits heute verlässliche Partnerschaften, und diese entstehen durch kontinuierlichen Dialog. Der Austausch soll im März 2026 fortgesetzt werden.