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Feuer und Flamme für die Uckermark

Feuer und Flamme für die Uckermark

Arbeit für den ländlichen Raum, Bioladen ergänzt Branchenmix in Angermünder Altstadt, Traditionsbäcker setzt auf Dinkel und eine Arche Noah vergessener Kulturpflanze auf der Suche nach Sponsoren - Uckermark-Landrat Dietmar Schulze auf Unternehmensbesuchen in der Region Angermünde.

Angermünde. Die traditionellen Unternehmensbesuche des Uckermark-Landrates Dietmar Schulze, die er gemeinsam mit Vertretern der Unternehmervereinigung Uckermark vornimmt, fanden in diesem Jahr am 22. Februar in der Region Angermünde ihren Auftakt. Schulze besuchte gemeinsam mit Unternehmerpräsident Siegmund Bäsler und dem Regionalpräsidenten der Region Angermünde, Herr Martin Crull, die Unternehmen Bürohengst GmbH, den Traditionsbäcker Schreiber, das vor zwei Jahren neu gegründete Geschäft „Wildblume – Naturkost & Bistro“ sowie den Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen e.V. (VERN).

Die Firma Bürohengst GmbH betreibt im Angermünder Ortsteil Neukünkendorf einen Onlineversand- und Regionalhandel für Büromaterialen und Bastelbedarf, darüber hinaus plant und errichtet die Firma Büroausstattungen, erklärt Geschäftsführer Uwe Schmidt. Nach einem verheerenden Brand vor zweieinhalb Jahren, der die gesamte Lagerhalle vernichtet hatte, startete das Unternehmen erneut. Gegenwärtig laufen die Endarbeiten an der neuen Lagerhalle. Mit seinem unternehmerischen Engagement sichert er gegenwärtig 15 Arbeitsplätze im ländlichen Raum. 

Die Traditionsbäckerei Schreiber führt das Bäckereihandwerk in dritter Generation. Bäckermeister Klaus Schreiber hat sich unter anderem dem Einsatz regionaler Rohstoffe in seinen Backprodukten verschrieben. Beispielsweise setzt er verschiedene Dinkelsorten bei der Herstellung seiner Brötchen und Brote ein. Unter anderem verarbeitet er die Maische aus der WhiskyProduktion im uckermärkischen Schönermark. Er engagiert sich für die Regionalvermarktung und nimmt unter anderem an den traditionellen Uckermark-Tagen im Oder-Center teil, die in diesem Jahr vom 9. bis 11. März stattfinden. Die Besucher können unter anderem seine Dinkelbrote verkosten. „Ich will über den Geschmack des Brotes mit meinen Kunden ins Gespräch kommen“, kündigt er an. 

Der junge Firmengründer Marcel Schwichtenberg hatte nach dem Abschluss seines Studiums an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) im Jahr 2014 den Bioladen „Wildblume – Naturkost & Bistro“ in der Angermünder Brüderstraße eröffnet. Auf einer Ladenfläche von 90 Quadratmetern vertreibt er Bioprodukte, die er zum Teil von Großhändlern, zum Teil von regionalen Produzenten bezieht. So arbeitet er beispielsweise mit Öko-Produzenten aus Brodowin, der Öko-Mosterei UmBio aus dem uckermärkischen Grünheide und dem Öko-Obstbauern Riedel aus Mürow bei Angermünde zusammen. Zu seinem Unternehmenskonzept gehört eine Mitgliedschaft, die er seinen Kunden anbietet. Gegen einen monatlich zu zahlenden Beitrag, der von der Familiengröße abhängt, bietet er seinen Mitgliedern Rabatte von 25 Prozent auf seine Produkte an. Ein täglicher Mittagstisch – die Angebotspalette wechselt zwischen vegan und vegetarisch – komplettiert sein Angebotsprofil. „Die Geschäfte laufen zwei Jahre nach dem Start recht gut. Ich kann die Familie damit ernähren“, sagt Marcel Schwichtenberg. Künftig plant er auch auszubilden. 

Der VERN engagiert sich seit Mitte der 1990er Jahre als eine Art uckermärkische Arche Noah für alte, fast vergessene Sorten von Nutzpflanzen. Auf einer mittlerweile 4000 Quadratmeter großen Gartenfläche baut er Gemüse- und Kartoffelsorten an und und vermehrt dadurch das Saatgut. Überregional bekannt wurde der VERN unter anderem durch seine hohe Vielfalt an Kartoffel- und Tomatensorten, die auch an Kleingärtner der Region abgegeben werden. Außerdem vermarktet er sein Saatgut über ein Compendium, Katalog für seltene Kulturpflanzen, das in jedem Jahr neu herausgegeben wird. Zu den aktuellen Plänen des Vereins gehört der Ausbau eines alten Bauernhauses am Rande der Gärtnerei zu einem Seminar- und Informationszentrum. Die Arbeit des Vereins wird in der Gesellschaft weithin als wichtig und wertvoll anerkannt, allerdings hat er ständig mit Finanzierungslücken zu kämpfen und ist auf Spenden und Förderungen angewiesen. 

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